Tagebuch

Ein Tagebuch von Albert Stechhan, aus dem Jahr 1867, ist im Besitz des Vereins Britzer Müllerei. Es ist ein privates, sogenanntes Wanderbuch, in das er seine Einnahmen und Ausgaben, Tagesereignisse und für ihn besondere Erlebnisse eintrug, aber auch Gedichte und Verse. Eine Seite davon ist oben abgebildet.

Wir wollen dieser Tradition folgen und unserer Tätigkeiten an der Mühle beschreiben, die Ereignisse festhalten und unsere Eindrücke allen Interessierten mitteilen.

März 2019

8. März 2019  Mahlen am Internationalen Frauentag

In diesem Jahr war der Internationale Frauentag erstmals Feiertag in Berlin und ziemlich windig. Und so konnte wieder gemahlen werden: Vollkornroggenmehl.

Diesmal funktionierte unser Sechskantsichter tadellos. In dem kurzen Video kann man sehen, wie das ungesiebte Mahlgut fortwährend in der Sechskanttrommel hochgehoben wird und wieder auf die Siebe fällt. Was fein genug ist, geht durch die Maschen und fällt in die unter dem Sichter angebrachten Säcke. Was noch zu grob ist, wird durch die Schrägstellung der Sichtertrommel am Ende in ein Extrafach geschüttet, abgesackt und noch einmal zum Mahlen in den Mahlgang gebracht.

Simone beim Putzen des Mehlrings

Johannes reguliert den Abstand der Mühlsteine beim Mahlen.

Wegen des Feiertages konnten wir uns tatsächlich – über den Tag verteilt – auch mal mit zwölf Vereinsmitgliedern zu diesem schönen Anlass treffen. moms

Februar 2019

02. Februar Mitgliederversammlung

Heute fand unsere Mitgliederversammlung statt. Wir haben uns in gemütlicher Runde getroffen und den Bericht des Vorstands über das Jahr 2018 gehört. Deutlich wurde wieder, wie durch das ehrenamtliche Engagement unserer Mitglieder viele tolle Aktionen in und um die Britzer Mühle stattfinden konnten. Ein weiterer wichtiger Punkt dieser Mitgliederversammlung war die Wahl eines neuen Vorstands. Toll ist, dass sich für die Aufgaben gleich mehrere Mitglieder zur Wahl gestellt haben. Am Ende wurden Johannes Härich zum 1. Vorsitzenden, Simone Langenheder zur 2. Vorsitzenden, Christian Schäfer zum Schatzmeister und Nina Schillhaneck zur Schriftführerin gewählt. Die konstituierende Sitzung hat bereits stattgefunden und die neuen Vorstandsmitglieder freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit. NiSch

Januar 2019

26. Januar Aufräumen

Der Ausbildungskurs 18 hat sich für heute vorgenommen, den Hebeboden auf Vordermann zu bringen! Da wir an unseren Praxistagen mit Wartung und anliegenden Reparaturen meist voll ausgelastet sind, haben wir uns für (erstmal) einen zusätzlichen Samstagseinsatz entschieden. Priorität ist das Holzlager, aber auch das Metallwarensortiment möchte sortiert und inventarisiert werden. Johannes

Kurzzeitig ein Hauch von Schnee, aber den ganzen Tag über kalt und trübe.

05. Januar Wetterkunde

Heute führte uns Linda Noel, Meteorologin beim Deutschen Wetterdienst,  im Sitzungssaal der GEW in die Wetterkunde ein. Bisher vage Begriffe wie Coroliskraft, Hoch, Tief, Passat, Islandtief, Azorenhoch, Cirrus, Cumulus, Jetstream usw. wurden von ihr mit Leben gefüllt. Um unsere Aufmerksamkeit zu erhöhen, führte sie während des Vortrages einen Wetterquiz durch. Für jede richtige Antwort gab es einen grünen, essbaren Wetterfrosch. Fabian hatte nicht nur den Vortragssaal organisiert, er kümmerte sich auch in Form von Kaffee, Tee, Keksen und Pizza um unser leibliches Wohl. Für Auffrischung der teilweise trockenen Kost wurde der Vortrag mit interessanten Wetterbildern angereichert, die jeder Müller kennen sollte. Wir als Müller lieben Wind, weil wir dann endlich mal wieder Mahlen können. Speziell beim Anzug einer Kaltfront heißt aber die Devise: Mühle sturmfest machen!

Der Tag war interessant, informativ und regte zu weiterer Beschäftigung mit dem Thema an. Khenn

02. Januar Lasst uns das Jahr mit Windmüllerei beginnen.

Wegen des starken Windes hatten sich Michael und Gerolf kurzfristig abgesprochen, am heutigen Mittwoch um 10.00 Uhr an der Mühle zu sein und Korn zu mahlen. Alle Mitglieder wurden dazu per Rundschreiben eingeladen.

Britzer Mühle zum Neujahr 2019
teils heftige Böen ließen die Windräder ordentlich schnell drehen.
Kunststeinmahlgang

Der Kunststeinmahlgang war gerade von den Teilnehmern des Ausbildungskurs instand gesetzt worden und konnte somit sofort genutzt werden. Thor

Dezember 2018

08. Dezember  Weihnachtsessen im Restaurant Britzer Mühle.

War das ein schöner Abend!
Johannes hatte ja vorgeschlagen, bevor wir zum Essen gehen gemeinsam vor der Mühle Weihnachtslieder zu singen. Und so versammelten wir uns vor der erleuchteten Mühle. Johannes verteilte erst einmal die vorbereiteten Texte und dann bliesen er und sein Freund Ilja auf der Trompete von der Galerie herab, während wir unten sangen. Das war fürs erste mal schon richtig gut. Jedenfalls hat es riesig Spaß gemacht.

Weihnachtskonzert der Müller


Danach ging es ins Restaurant, wo schon die Tafel für uns gedeckt war. Monika hatte – mit tatkräftiger Hilfe von Jana – für Jede*n von uns eine Tüte mit leckeren selbst gemachten Marzipankartoffeln und Keksen vorbereitet und auf die Plätze gestellt. Bei gutem Essen und vielen netten Gesprächen hatten wir Siebenundzwanzig gemeinsam einen schönen Abend. moms


November 2018

03. November Saisonabschluss 2018 und Freisprechung der neuen Müller

Dieser denkwürdige Tag war ein freundlicher, aber kühler und windstiller Herbsttag. Als um 14 Uhr die letzten Brote verkauft waren, wurde damit auch die Mühlensaison 2018 für unsere Besucher offiziell für beendet erklärt.

Nun begann für die Vereinsmitglieder und Gäste der feierliche Teil zur Freisprechung der Teilnehmer aus dem Ausbildungskurs 17.

Simone Langenheder, Martin Koß, Niklas Kunze und Raik Schmidt hatten am 29. September 2018 die theoretische und praktische Prüfung erfolgreich absolviert. (Leider konnte Raik an der heutigen Feier nicht teilnehmen.)

Freisprechung an der Britzer Mühle

Zunächst stellte unser Vereinsvorsitzender Michael Schillhaneck allen Anwesenden der Feier die neuen GesellenInnen vor und beschrieb ihre herausragenden Leistungen und Eigenschaften. Dabei erwähnte er auch das hohe Engagement anderer Vereinsmitglieder und bedankte sich für deren tatkräftigen Einsatz.

Nun folgte die von allen erwartete und von einigen gefürchtete traditionelle Zeremonie der Müllerzunft.

Dazu zitierte Gerald Bost das Ritual für die Freisprechung aus dem Krabat und entsprechend wurden nun die neuen GesellenInnen, derb aber herzlich, in die Gemeinschaft der Müller-Gesellen aufgenommen.

Dann hielt der Bezirksbürgermeister von Neukölln, Herr Martin Hikel, noch eine kurze Ansprache und überreichte die Windmüllerdiplome. Assistiert wurde er von Frau Derya Çağlar, Mitglied des Abgeordnetenhauses, die die Blumen übergab.

Das Säbeleisen, welches nun jeder (Hobby-)Müller und jede (Hobby-)Müllerin stolz als Auszeichnung tragen darf, wurde von Michael übergeben.

Alle trugen die Spuren ihrer Tortour mit Humor und Gelassenheit.

Die Lokal-Presse war sehr an dem Werdegang der „JunggesellenInnen“ interessiert.

Manch einer unserer Müller brachte dabei den Reporter-Stift zum Glühen, denn seine Ausführungen wollten scheinbar nicht enden.

Da der Wind fehlte, gab Martin auch für die anderen Anwesenden alles, um die Mühle in Schwung zu bringen.

Auch wenn es bei Martin nicht so aussah, aber es war uns allen kalt geworden. Und so freuten wir uns sehr, als Mario mit seinem warmen, selbstgemachtem Essen herbeieilte.

Es tat uns sooo gut und war köstlich. Danke Mario!

Und so endete ein schöner, erlebnisreicher und bewegender Tag.

Die Flügel wurden zum Sonnenuntergang nochmal in die Freudenschere gestellt. Wir verabschiedeten uns in die Winterpause mit der beruhigenden Gewissheit, dass nun drei weitere Müller und eine Müllerin dafür Sorge tragen, dass unserer Mühle jederzeit die notwendige Pflege zuteil wird.    Thor

Oktober 2018


25. Oktober   Andenken an Windmüller Josef 

Am 25. Oktober wurde der Windmüller Josef Raupach beigesetzt. Ihm zum Gedenken haben wir die Flügel der Britzer Mühle in der Trauerschere abgestellt.  moms

21. Oktober Geigenkonzert von Thea Fritsche

Heute hat bei allerschönstem Sonnenschein Thea Fritsche bei uns in der Mühle auf ihrer Geige gespielt. Erst Mozart, dann Bach und zum Schluss Dvorak, aber das dann vor der Mühle im Sonnenschein. Drinnen war es doch schon ziemlich kalt und der Geige ging es dabei nicht so richtig gut. Die kleine Zuhörerschar war sichtlich beeindruckt vom Können der jungen Virtuosin. Und Thea möchte gern wiederkommen – wenn es wärmer ist. 
moms

03. Oktober  Türöffnertag der Sendung mit der Maus

Es gab richtig viel Wind und die Flügel drehten den ganzen Tag ohne Sturmbretter und mit offenen Jalousieklappen und morgens war es doch recht frisch. Nina und Simone L. haben dieses Ereignis super vorbereitet. Wir hatten in diesem Jahr viel mehr Anmeldungen als sonst – bis zum Mittwochvormittag ging das. Dabei waren wir schon seit einigen Wochen ausgebucht.

Wie in jedem Jahr wurden auch diesmal zu 10.00, 12.00 und 14.00 Uhr jeweils 15 Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren eingeladen sich die Mühle anzusehen und erklären zu lassen, mit der Handmühle Dinkelkörner zu mahlen und schließlich am Backofen mit Quark-Ölteig Brötchen zu Backen. In der Mühle wurden die Kinder von Martin, Michael S., Nina und Simone L. betreut, beim Backen von Corinna und Wolfgang.

Für die „mitgebrachten Erwachsenen“ haben wir die Pavillons als Zelt aufgebaut. Hier wurden sie mit einem PowerPoint Vortrag über Windmühlen und speziell die Britzer Mühle informiert und danach – als die Kinder aus der Mühle raus waren – bekamen sie eine Mühlenführung. Die Erwachsenen wurden von Christian und Michael C. betreut und Stefan hat eine der Mühlenführungen übernommen. Fabian hat für den ordentlichen Betrieb der Elektronik gesorgt.

Natürlich wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt: es waren viele kleine Kuchen da (danke Monika, sie waren köstlich!). Barbara, Karin und Monika haben dafür gesorgt, dass es allen gut geht.

Hans-Jürgen, Ulrike (die haben auch leckeren Kuchen mitgebracht), Klaus und Johannes vom neuen Ausbildungskurs waren auch da und haben mal reingeschnuppert, was am Türöffnertag so bei uns läuft.

Es war eine richtig schöne Veranstaltung in sehr angenehmer Atmosphäre und ohne jede Hektik.   moms

September 2018


29. und 30. September Neue Windmüllerin und Windmüller in der Britzer Mühle

An diesem Wochenende wurden die Teilnehmer und die Teilnehmerin des Ausbildungskurs 17 bei strahlendem Herbstwetter – und leider wenig Wind – von einer niederländisch-deutschen Prüfungskommission in Theorie und Praxis geprüft. Die Einzelprüfungen bestehen aus einem Prüfungsgespräch, bei dem das theoretische Wissen der Prüflinge abgefragt wird. Nach einer knappen Stunde geht es dann in die Mühle. Hier sollen die Prüflinge ihre Mühle erklären und verschiedene praktische Aufgaben ausführen. Am Schluss stehen dann das Bremsen und das genaue Abstellen der Flügel nach der Vorgabe der Prüfungskommission. Ganz schön schwierig, wenn es kaum Wind gibt, der die Flügel dreht.

Alle vier haben die Prüfung mit Bravour bestanden. Den beiden Prüfern haben die Prüfungen viel Spaß gemacht. Herzlichen Glückwunsch an die neue Müllerin und die neuen Müller der Britzer Mühle und einen Riesendank an die Prüfer, die es verstanden haben für alle eine sehr angenehme Prüfungsatmosphäre zu schaffen. moms

09. September Tag des offenen Denkmals

Tag des offenen Denkmals


Ein wunderbarer Tag mit wunderbarem Wetter: wir hatten strahlenden Sonnenschein und Schäfchenwolken, nicht zu warm und nicht zu kalt, also gerade richtig – nur gab es kaum Wind. Die mit unseren Wimpeln geschmückten Flügel drehten sich kaum. Wie schade!
Unsere zahlreichen Besucher freuten sich über kurzweilige Mühlenführungen, frisch gebackenes Vollkornbrot aus dem Steinofen, Kaffee, leckeren selbst gebackenen Kuchen und unsere berühmten Schmalzstullen. Am Infostand kamen wir mit vielen Besuchern ins Gespräch: über die Mühle und die Müllerei, über Getreide und den gerade begonnenen Ausbildungskurs. moms

08. September:  Kino in der Britzer Mühle – Edgar Wallace „Die Gruft mit dem Rätselschloss“

Lesung an der Britzer Mühle


Vor dem großen Ereignis zeigte Gerald Bost kurze Filmsequenzen und Bilder von interessanten Mühlen aus aller Welt. Wie im richtigen Kino gab es dann erst einmal eine Pause für Getränke und – nein, Snacks gab es diesmal keine, aber auch keine Werbung.
Dann ging es los: Harry Meyen als Kommissar, Eddy Arend als tollpatschiger Rechtsanwalt und jede Menge Bösewichte (u. a. Harald Leibnitz, Ernst Fürbringer und natürlich Klaus Kinski als grausamer Müller). In diesem Film von 1964, den Gerald „ausgegraben“ hat, spielt die Britzer Mühle eine wichtige Rolle als Unterschlupf der Gauner.
Was haben wir gestaunt: rings um die Mühle waren nur wenige und recht kleine Bäume zu sehen und die Mühle war mit einem (natürlich tödlichen) Kollergang ausgestattet. Außerdem gab es eine sehr luxuriös ausgestattete Feise für den Gangsterboss. Wo die in der Mühle wohl untergebracht war?
Ein gelungener Kinonachmittag in der alten Mühle. moms

07. September: Lesung „Das Floß der Medusa“

Lesung in der Britzer Mühle
Sven Brieger las zum vierten Mal in der Britzer Mühle. Diesmal war es ein etwas anderes Format: während der Lesung malte Martina Wittig-Greth intuitiv ein Bild. Das Catering übernahm Karola Freist, die auch gleich ihren Thermomix vorstellen konnte.

Der Eintritt sowie Getränke und Speisen waren frei und es wurde um eine Spende für die Kinderkrebshilfe gebeten.
Der Text, den Sven Brieger vorgetragen hat, beruht auf einer wahren Begebenheit, die sich Anfang des 19. Jahrhunderts vor der Küste Afrikas abspielte und handelt von einem Floß mit Schiffbrüchigen, die nach 13 Tagen von einem Schiff entdeckt wurden. Die drastischen Schilderungen der Zustände an Bord des Floßes, bei denen am Schluss nur 15 von ehemals 246 Menschen überlebten, waren zum Teil nur schwer auszuhalten, wurden aber ganz wunderbar von Sven Brieger vorgetragen.
Nach der Lesung erläuterte Martina Wittig-Greth die Entstehung des Bildes und es fand ein reger Meinungsaustausch statt.

intuitives Bild


Es kamen 275 Euro als Spenden zusammen und für das Bild gibt es auch einen Interessenten. moms

01. September: Informationsveranstaltung für den neuen Ausbildungskurs zum Diplom-Windmüller / zur Diplom-Windmüllerin
In schöner Atmosphäre haben wir einen regen Austausch mit 15 Interessierten gehabt. Vor allem die Teilnehmer*in des aktuellen Kurs 17 haben viele Fragen beantwortet, bevor sie gemeinsam eine Mühlenführung für die „Neuen“ gemacht haben. Es gibt bisher elf Anmeldungen, zwei weitere Interessenten, die gestern nicht kommen konnten und zwei überlegen es sich noch. Mittwoch den 5. September geht es mit dem ersten Theorieabend los.

Juli 2018


11. Juli  Lesung in der Mühle
Der Müller Michael Schillhaneck las Kindern im Alter von 6 bis 11 Jahren (die mitgebrachten Erwachsenen durften dabei bleiben), das Windmühlenmärchen „Piet Himp und der Geselle Wind“ von Helma Heymann vor. Anschließend gab es noch eine Führung durch die Britzer Mühle.

Britzer Mühle
Britzer Mühle Ferienspass

10. Juli  Ferienaktion für Kinder
Heute hatten wir die erste Ferienaktion in diesem Jahr an der Britzer Mühle. Pünktlich um 10 Uhr waren die angemeldeten 12 Kinder an der Mühle und wurden von der Müllerin Anna begrüßt. Jeder durfte sich vorstellen und wurde mit einem Namensschild versehen. Dann ging es in die Mühle. Anna hat nicht nur die Mühle und ihre Arbeitsweise erklärt, sondern auch davon erzählt, wie die Bauern und Müller früher gearbeitet haben. Denn schließlich musste das Korn erst mal gesät und geerntet werden, bevor der Müller es zu Mehl vermahlen konnte. Die Kinder durften sich selbst davon überzeugen wie schwer es ist, das Getreide mit der Handmühle zu Mehl zu verarbeiten. Aber mit vereinten Kräften haben sie es geschafft!
Nun endlich war es so weit: die Kinder haben mit ihrem Mehl einen Quark-Öl-Teig zubereitet. Es ist gar nicht so einfach, mit diesen kleinen Händen den Teig zu kneten, aber auch das hat in Gemeinschaftsarbeit geklappt. Nun bekam jedes Kind ein Stück Teig und konnte daraus sein Lieblingsbrötchen, eine Brezel oder was auch immer formen. Jetzt musste nur noch die Backzeit (ca. 20 Minuten) voller Ungeduld überstanden werden, bis die Kinder endlich das Ergebnis dieses besonderen Vormittages in ihren Händen hielten…

Juni 2018


08. Juni – Krabat-Lesung in der Mühle
Stephan Buchheim las den Freunden und Mitgliedern der Britzer Mühle aus dem Jugendbuch „Krabat“ (von Otfried Preußler) vor.
In der schönen Atmosphäre des Galeriebodens der Mühle, wurde er musikalisch begleitet von Mathis Richter-Reichhelm.  Bei Wein, Saft etc. und kleinen Knabbereien erlebten wir einen stimmungsvollen und beeindruckenden Sommerabend.

Bild von den Künstlern
Krabatlesung


Mai 2018

21. Mai – Deutscher Mühlentag an der Britzer Mühle
Wie jedes Jahr hatte am Pfingstmontag auch die Britzer Mühle an diesem Tag ihre Türen für Mühlenbegeisterte geöffnet. Bei Sonnenschein und Windstärke 2-3 haben ca. 600 Personen den Weg nach Britz gefunden, um sich nach einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee die Geschichte beziehungsweise die Technik der Britzer Mühle erklären zu lassen.

erst Kaffee und Kuchen….
…dann die Technik bestaunen.

Nach anstrengenden 5 Stunden waren die Mitglieder der Britzer Müllerei e.V.  mit dem Tag mehr als zufrieden und konnten in ihren wohlverdienten Feierabend gehen.
19. Mai – Besuch einer Journalistin
In der Berliner Zeitung gab es am 19. Mai einen schönen Artikel über die Britzer Mühle. Leider wird nicht erwähnt, dass wir die Mühle als Verein gemeinsam in ehrenamtlicher Arbeit betreuen und wie gut wir mit dem Britzer Garten und dem Restaurant Britzer Mühle zusammenarbeiten. Aber sonst ist der Artikel schön.
Hier der Link zum Zeitungsartikel: „Die Kraft des Windes macht demütig“
09. – 16. Mai -Studienfahrt in die Niederlande
Die Mitglieder des Ausbildungskurses (K17) absolvierten mit den Ausbildern ein straffes Studienprogramm. Über 20 Mühlen unterschiedlicher Typen wurden in den Niederlanden unter fachkundiger Anleitung ausgiebig besichtigt. In einigen Mühlen arbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer  gemeinsam mit den dortigen Müllern, um sich deren spezielle Kenntnisse  und Fertigkeiten anzueignen.
Ein detaillierter Bericht der Auszubildenden ist hier zu finden:  Studienfahrt 2018
05. Mai  – Mario „bekochte“ die Vereinsmitglieder
Unser Vereinsmitglied Mario hatte alle Mitglieder an die Mühle eingeladen, um uns mit ganz wunderbaren gefüllten Teigtaschen  zu „bekochen“. Ab 16 Uhr  haben sich die Gäste so langsam eingefunden und Mario bei seinen letzten Vorbereitungen  zugesehen.

Copyright Britzer Müllerei
Mit viel Liebe vorbereitet…
Copyright Britzer Müllerei
…kunstfertig zubereitet…
Copyright Britzer Müllerei
…und dann genüsslich verspeist!

Wir haben bei bestem Frühlingswetter und Erdbeerbowle den Nachmittag verbracht und endlich mal Zeit für Gespräche gehabt. Und das, ohne die übliche Arbeit, die bei Festen und anderen Aktivitäten zu machen ist. Es war ein schöner und gemütlicher Nachmittag. Und das Beste ist, Mario wird am Sonntag, den 3. Juni (das ist der Sonntag vom Mühlenfest), Eierkuchen für uns backen. Er meint, wer seine Eierkuchen einmal probiert hat, der will nie mehr andere essen. Wir werden es ausprobieren – also vormerken!!

April 2018


25. April – aus Theorie wird Praxis
Eigentlich wollten sich am Mittwoch Abend die Kursmitglieder der Britzer Müllerei e.V. zum Theorieabend treffen. Aber der Wetterbericht sagte für diesen Mittwoch Windstärke 4 in Böen 6 voraus. So entschloss sich unser Ausbildungsleiter Michael, dass wir die Gunst der Stunde nutzen sollten, um  den vorhandenen Roggen zu mahlen.

Copyright Britzer Müllerei
Absacken

Und so wurden von uns innerhalb von vier Stunden die 250 kg Roggen zu Mehl vermahlen, die wir von der Marzahner Mühle bekommen hatten.

Copyright Britzer Müllerei
nach getaner Arbeit…

Natürlich kam auch der Lerneffekt nicht zu kurz. Raik zeigte uns kurzerhand wie man die fertigen Mehlsäcke so zubindet, dass sich das Mehl nicht in der Mühle verteilt.

Copyright Britzer Müllerei
Dieser Verschluss ist die sog. Müllerrose

Müller Michael erklärte, wie man die Mühlsteine richtig einstellt, um ein gutes Mahlergebnis zu erreichen. Für uns alle war es ein sehr schöner und lehrreicher „Theorie“Praxis-Abend

14. April – Arbeiten des Ausbildungskurses
Die Lager in der Mühle waren mal wieder reif zum Nachfetten. Im Rahmen des Ausbildungskurses wurden daher turnusmäßige Wartungsarbeiten durchgeführt. Zu diesen zählt neben dem Abschmieren diverser Lager innerhalb der Mühle auch das Fetten der Lager an der Spinne – und diese ist hochoben außerhalb der Mühle!

Copyright Britzer Müllerei / Thomas Röpnack
Die Spinne von oben. Die Spinne ist ein Hebelsystem aus Stahl am Flügelkreuz, durch den sich die Jalousieklappen öffnen und schließen lassen. (Für den Laien: Mit den Jalousieklappen werden im Prinzip die Flügel an der Britzer Mühle „besegelt“.)

Um an die Gelenke der Spinne zu gelangen kletterte eine mutige Kursteilnehmerin aus der Kappe auf die Flügel. Natürlich fachmännisch gesichert vom Ausbilder.

Copyright Britzer Müllerei
Jetzt geht es raus auf den Flügel

Weitere Bilder zu dieser spektakulären Aktion unter Ausbildung zum Hobby-Windmüller

Neben dem Schmieren der Lager wurden auch die Keile entlang der Flügelwelle überprüft und nachgeschlagen und der Sackaufzug der Mühle wurde gewartet.
Die Arbeiten wurden in Rekordzeit abgeschlossen. Die Kursteilnehmer hatten somit am Ende des Tages noch etwas Zeit das Bremsen der Flügel zu üben. Das erfordert etwas Geschick und gehört zu den wichtigsten Grundfertigkeiten eines Müllers.

13. April  – Neue Tür für unseren Steinofen
Wir haben eine neue Ofentür. Eigentlich ist es eher eine Klappe, denn sie geht nach oben auf. Auszubildende der Schlosserei der Knobelsdorff-Schule haben sie im Auftrag des Britzer Gartens angefertigt und am Freitag, den 13. April eingebaut. Nur noch der Rahmen musste mit „Feuerzement“ von innen her von uns Müllern vermörtelt und eine Dichtschnur in die dafür vorgesehene Nut eingeklebt werden. Die alte Ofentür hatte sich über die Jahre doch sehr verzogen. Jetzt kann wieder ohne die lästige „Nebenluft“ gebacken werden.

Die neue Ofenklappe…
… hält dicht.
Nun können wieder Brote gebacken werden.

März 2018


06. März  –  heute fand die erste Vermehlung in dieser Saison statt.
Bei strahlendem Sonnenschein und ein wenig Wind.

erste Vermehlung in 2018

24. März  – Saisoneröffnung an der Britzer Mühle
Bei wolkenverhangenem Himmel und einer Luft-Temperatur von 3° C (immerhin „plus“) hat am Samstag, den 24. März die diesjährige Mühlensaison an der Britzer Mühle begonnen.
Über 200 Gäste waren im Laufe des Tages da, um sich durch die Mühle führen zu lassen und es sich bei Kaffee und hausgebackenem Kuchen und den berühmten Schmalzstullen gut gehen zu lassen.

Kuchen oder Schmalzstulle?

Wegen der kühlen Temperatur gab es auch warmen Apfel-Tee-Punsch.

Kordeln drehen

Die Kinder konnten im Steinofen kleine Brötchen backen, aus Wollfäden Kordeln drehen, in der Mühle mit der Handmühle Dinkel mahlen und das gemahlene Getreide sichten (sieben).

Die erste Kordel ist gemacht….
… und der Opa ist stolz auf das Werk seine Enkelin.

Zum Nachmittag schien dann die Sonne und ein leichter Wind ließ die Flügel ruhig drehen.

wunderbarer Sonnenplatz

Ein schöner Tag an der Britzer Mühle!

17. März  – Vorbereitung der Mühle für die Mühlensaison

Obwohl die Britzer Mühle ja auch im Winter dreht, muss vor jedem neuen Saisonbeginn die Mühle vorbereitet werden.
Neben den laufenden Wartungsarbeiten müssen in der Zeit ohne Publikum auch kleinere Reparaturen durchgeführt werden und zum Schluss wird nochmal richtig aufgeräumt und durchgefegt. So haben wir die Keile an der Flügelwelle nachgeschlagen, ein Fußbodenbrett repariert (da war der Wurm drin) und die Mühle durchgefegt.

Jetzt freuen wir uns auf den Saisonbeginn am 24. März und auf die vielen Gäste, die wir erwarten.

Februar 2018


Am 3. Februar , einem nasskalten Samstag, gab es die zweite Unterweisung zur Sicherheit der Britzer Mühle. Bei Wetterereignissen mit starken Windböen (Sturm/ Orkan) müssen wir die Windmühle besonders sichern.

Drei Teilnehmerinnen und Teilnehmer des aktuellen Ausbildungskurses und vier weitere Müllerinnen und Müller unseres Vereins haben daran teilgenommen.

Auf der Galerie: noch lächeln alle.

Zunächst gab es die theoretische Unterweisung und danach wurde das Gelernte gemeinsam im Rahmen von praktischen Übungen zur Gefahrenabwehr in der Mühle angewendet.

Gerolf erklärt, wie die Windrose unverrückbar festgesetzt wird.
Jetzt geht es los: die Flügel werden gebremst.
Gerolf (hier nicht im Bild) erklärt die wesentlichen Einstellungen des Windrosengetriebes (hier auch nicht im Bild).
Die Kappe der Windmühle ist mit vier dicken Ketten und Spannschlössern fest mit dem Mühlengebäude verbunden.
Die Windrose ist festgesetzt, das Seil mit einem hölzernen Knebel gespannt.

Abschließend wurde die Prüfung durch unseren Ausbilder Gerolf in zwei Gruppen durchgeführt.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben bestanden. Sie erhielten zum Nachweis ein vom Prüfer und vom Vereinsvorsitzenden unterschriebenes Zertifikat.
Am Ende dieses anstrengenden Tages waren alle einigermaßen durchgefroren, aber froh über das gute Ergebnis.

Januar 2018

Als sich am 18. Januar der Orkan Friederike ankündigte, musste die Mühle wieder sturmfest gemacht werden.
Und wenn man dann schon mal oben in der Mühle rumturnt, dann genießt man natürlich auch den fantastischen Ausblick – wie hier beim Sonnenuntergang.

Schaurig schöne Nacht…

November 2017


Reparatur des Stockrades
Der Ausbildungskurs hat das kaputte Stockrad repariert.  Leider waren weder Steineiche noch Essigbaum noch Bolletrie zu bekommen, so dass wir alte Hainbuchenkämme zu einem Tischler gebracht haben, der daraus neue Stöcke gedrechselt hat. Am 4. November wurden die neuen Stöcke gewachst und eingepasst und das Stockrad wieder zusammengebaut. Am 18. November wurde es dann wieder montiert und in den Mahlgang eingesetzt.

Bilder zu der Reparatur

Oktober 2017


  • Dem Sturmtief Hewart hat die Mühle am 29. Oktober wieder standhaft getrotzt.
  • Sturmtief Xavier hatte am 05. Oktober in unserer Region ziemlich viel Schaden angerichtet, aber die Mühle ist verschont geblieben. Lediglich ein paar dicke Äste sind vom Kirschbaum an der Mühle und einer vom Ahorn hinter dem Container abgebrochen. Allerdings wurden die Flügel trotz schwer belastetem Bremsbalken so weit gedreht, dass der Sturmbalken in Drehrichtung total festgeklemmt war. Den haben die Mitglieder des aktuellen Ausbildungskurses wieder gelöst.